Zu Gast beim Digital Health World Congress in London

12. Januar 2018
Zu Gast beim Digital Health World Congress in London

Welche Chancen birgt die digitale Transformation im Gesundheitsbereich? Wo sehen Kritiker die grössten Hemmnisse? Diesen spannenden Fragen stellten sich die Big Player der Branche beim Digital Health World Congress 2017 in London.

Das Thema ist brisanter denn je: Das Who is Who der Gesundheitsbranche traf sich von 25.-27. November 2017 zu einem kontroversen Austausch über die digitale Transformation im medizinischen Bereich. 25 hochkarätige Speaker, von Pharmaunternehmen wie gsk bis hin zu Digitalexperten wie Orange oder Accenture waren vor Ort. Für go4health CEO Dr. Karoline Simonitsch ein Pflichttermin in ihrer Agenda.

In einem Punkt waren sich die Vortragenden beim Digital Health World Congress einig: Digital Health ist zwar im Kommen, dennoch gilt es noch einige Hürden zu überwinden. Denn der medizinische Bereich ist stark reglementiert – nicht nur in der Herstellung neuer Medikamente, sondern beispielsweise auch, was die Nutzung von Patientendaten angeht. Gleichzeitig benötigen Innovationen immer einen gewissen Handlungsspielraum um erfolgreich sein zu können. Es entsteht ein Dilemma zwischen Control und Flow, also Datenkontrolle und Datenfluss. Die Lösung sieht Kenneth Munie von Accenture in der Kombination der beiden Bereiche mit dem Fokus auf dem Nutzen des Patienten. Datenschutz hat höchste Priorität und darf besonders bei digitalen Angeboten nicht außer Acht gelassen werden. Die Daten sollen jedoch zugunsten der Patienten auch nicht isoliert verwaltet werden – dies fordert auch technische Kompatibilität. Nur so macht ein umfassendes digitales Angebot für Patienten auch Sinn.

Der Nutzen für den Patienten liegt für Dr. Simonitsch auf der Hand: „Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und einer lückenlos dokumentierten Patient-Journey ist es beispielsweise einfacher, seltene Krankheiten zu entdecken. Und noch mehr: Der Patient profitiert von einer schnelleren Diagnose, direkter Behandlung und deutlich mehr Lebensqualität.“

Ein Problem sehen nicht nur die Vortragenden in der „Qual der Wahl“: Bei 300.000 Health Apps ist es schwierig herauszufinden, welche App für welche Patienten und Einsatzzwecke wirklich relevant ist.

Es gibt sogar bereits eine Vorstellung von einer Welt nach der App. Der Trend geht auch bei der Digitalisierung im Gesundheitsbereich in Richtung „Internet of the Things“ (IoT). Sensoren sollen schon bald unsere Vitalwerte und Gesundheitsdaten erfassen und so Apps ersetzen. „Wir werden sehen wie gut und wie bald das gelingen kann“, so Dr. Simonitsch.

Die Bedeutung von Digital Health war für Dr. Karoline Simonitsch als erfahrene Digitalexpertin bereits vor Jahren klar. Und auch wenn seither schon viel Wasser den Bach hinunterlaufen musste, bis nun auch die Big Player die Relevanz erkannten, zeigt sie sich optimistisch: „Die Vorteile von Digital Health werden sich durchsetzen. Auch an der Digitalisierung des medizinischen Gesundheitsbereichs wird kein Weg vorbeiführen – und das ist gut so. Hier müssen die Zügel nun in die Hand genommen werden, um ein ideales digitales Angebot für alle Beteiligten zu schaffen.“

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go4health unterstützt seine Nutzer auf dem Weg zu einem gesamtheitlich gesünderen Lebensstil im Dreiklang Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit. Mit der go4health-App und dem framework erhält jeder User ein innovatives Gesundheitsprogramm direkt am Smartphone. go4health ist damit ideal für Prävention einsetzbar.

 

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