Wearables alleine machen nicht fit

7. November 2016
Wearables alleine machen nicht fit

Der Wearable-Trend ist hochaktuell. Eine Studie an der University of Pittsburgh mit 471 übergewichtigen Männern und Frauen hat jedoch ergeben, dass Fitness- und Gesundheitsarmbänder nicht zu den angenommenen Effekten führen. Technologie alleine ist eben kein Wundermittel. Es bedarf einer ganzheitlichen Gesundheitsphilosophie, wie wir sie bei go4health leben.

Track it!

Sehr viele Menschen zählen bereits Schritte, überwachen ihre Schlafphasen oder tracken ihren Puls. Es scheint fast so, als ob Fitnesstracker durch ihre bloße Anwesenheit schlanker, gesünder und ausgeruhter machen. Das stimmt definitiv nicht! In einer randomisierten Studie in den USA wurden nun die digitalen Helfer unter die Lupe genommen. Ziel war die Überprüfung des Gewichtsverlustes in verschiedenen Betreuungsszenarien. Die 471 übergewichtigen Probanden erhielten zu Beginn alle dieselbe Gesundheitsintervention: gesunde Ernährung, mehr Bewegung und gemeinsame Beratungsgespräche. Danach wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe erhielt zusätzliche Telefonberatungen, Textnachrichten und eine informative Webseite zur Verfügung gestellt. Die zweite Gruppe bekam ein „Wearable“, das ihre Fitnessdaten aufzeichnete, aber keine weitere persönliche Unterstützung und Beratung.

Fazit: Persönliche Beratung ist wichtig

Alle Probanden wurden fitter. Das überraschende Ergebnis der 2-jährigen Studie war jedoch, dass die Gruppe mit persönlicher Beratung deutlich mehr (durchschnittlich 5,9 kg) abnahm als die Wearable-Gruppe (durchschnittlich 2,4 kg). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alleiniges, digitales Kalorien- und Schrittzählen ohne persönliche Betreuung im Sinne einer ganzheitlichen gesunden Lebensumstellung, zu geringeren Ergebnissen führt. Ein Wearable macht also durchaus Sinn, um sein Gewicht und Vitalfaktoren im Auge zu behalten, sollte jedoch besser als Unterstützung anstatt als Ersatz einer persönlichen Beratung gesehen werden. Die Verantwortung völlig an ein „Wearable“ abzugeben, reicht nicht. Ziel muss es sein, Körperbewusstsein und gesunde Gewohnheiten zu etablieren und nachhaltig im Leben zu verankern. Persönliche Interventionen, Gespräche und eine ganzheitliche Unterstützung sind dazu essentiell.

 

Schlagwörter: , ,



Ganzheitliches Gesundheitsmanagement


mehr erfahren