Vorgesetzte als Vorbilder

7. April 2016
Vorgesetzte als Vorbilder

Vorgesetzte haben erheblichen Einfluss auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Soweit nichts Neues. Wie weit jedoch dieser Einfluss tatsächlich geht und warum sich Vorgesetzte und Chefs oft selber an der Nase nehmen sollten, zeigt nun eine Studie auf.

Mitarbeiterführung und die Auswirkungen auf die Gesundheit

Gesunde Menschen sind leistungsfähiger, ein gutes Arbeitsklima schlägt sich somit auch direkt in einer höheren Produktivität nieder. Durch die steigende Zunahme von Burnouts werden auch die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Produktivität sichtbarer und zahlreiche Entscheidungsträger stärker sensibilisiert. Es besteht jedoch nicht nur ein absolut kausaler Zusammenhang zwischen Arbeitsplatzbedingungen und Betriebsklima sowie dem emotionalen Befinden der Mitarbeiter.

Wie im Hernstein-Management-Report erkannt und ausgeführt, hat der Führungsstil und der Lebenswandel der Vorgesetzten und Chefs großen Einfluss auf die allgemeine Gesundheit und ebenso auf die (Lebens-) Gewohnheiten der Angestellten insgesamt. Das Wissen um diese Vorbildfunktion ist bereits bei vielen, jedoch noch nicht bei allen Führungskräften angekommen! Denn von den 1.079 in Österreich und Deutschland befragten Führungskräften gaben 14 Prozent an, dass die Mitarbeiter ausschließlich selbst für ihre Gesundheit verantwortlich sind. 15 Prozent waren „eher“ dieser Ansicht.

Im Gegensatz dazu sind zwar 37 Prozent der österreichischen Chefs davon überzeugt, dass Führungskräfte das Gesundheitsverhalten der eigenen Angestellten entscheidend negativ wie positiv beeinflussen. Trotzdem gaben 49 Prozent an, dass sie keine Weiterbildungsangebote zu gesunder Führung vorfinden. Bei einem Thema, dass die Gesundheit der Chefetage und der Mitarbeiter gleichermaßen stark beeinflusst, ist also durchaus noch Bedarf an Bewusstseinsbildung über die Konsequenzen der eigenen Handlungen vorhanden.

Gesunde Führung = Gesunde Mitarbeiter

„Gesunde“ Führung kann Mitarbeiter auf jeden Fall positiv beeinflussen. Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Punkte, die die Führungsetage beachten sollte, um die eigene Gesundheit und die der Mitarbeiter im Sinne einer „gesunden“ Führung zu fördern:

  • Das eigene Gesundheitsverhalten überdenken, gestalten und offen leben
  • Positive Arbeitsstrukturen und gut durchdachte Arbeitsabläufe implementieren
  • Anerkennung und Lob aussprechen
  • Arbeitsbelastung und Arbeitsmenge steuern
  • Mitarbeiter in die Arbeitszeitgestaltung miteinbeziehen
  • Konflikte professionell lösen und Gespräche führen
  • So oft als möglich gemeinsam essen, das stärkt den Zusammenhalt
  • Und vor allem: Darauf achten, dass Ruhe- und Pausenzeiten eingehalten werden

Alle diese Faktoren nützen jedoch wenig, wenn die Chefetage sich selber nicht daran hält!

Ruhe und Erholung sind wichtig für den Erfolg

Gerade das Einhalten von Ruhephasen stellt sich als schwierig dar, wie auch bereits der go4health Beitrag Die frühen Vögel im Management gezeigt hat. Nur 38 Prozent der für die oben genannte Studie befragten Führungskräfte gaben an, fast jeden Tag regelmäßig Pausen zu machen! Hier herrscht dringender Handlungsbedarf!

 

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