Pendeln als Gesundheitsrisiko

15. Januar 2018
Pendeln als Gesundheitsrisiko

Fast 60 Prozent aller Berufstätigen müssen aktuell lange Strecken von ihrem Wohnort zu ihrer Arbeitsstätte zurücklegen. Mehr als 26 Prozent haben sogar einen Arbeitsweg von über einer Stunde. Lesen Sie hier, wie die tägliche Fahrtzeit für den persönlichen Gesundheits-Vorteil genutzt werden kann.

Lange Arbeitswege – ein Gesundheitsrisiko?

Einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zufolge pendeln in Deutschland 60 Prozent aller Arbeitnehmer. Verschiedene Studien der letzten Jahre zeigen, dass lange Fahrtzeiten zur Arbeitsstätte negative gesundheitliche Folgen haben können. „Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Gelenk- und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Völlegefühl, Erschöpftheit, Mattigkeit und Schwindelgefühl sind die häufigsten Beschwerdekomplexe“, sagt Dr. Steffen Häfner, Chefarzt der Abteilung für Verhaltensmedizin und Psychosomatik, in einem Interview der AOK Gesundheitskasse. Durch das lange Sitzen in verschiedenen Verkehrsmitteln können sich zusätzlich Beschwerden wie Muskelverkürzungen entwickeln.

Ausgleich schaffen

Wer täglich einen langen Arbeitsweg zurücklegen muss, sollte die entstehenden Belastungen mit regelmäßigem Sport und Bewegung ausgleichen. Zudem sind mentale Übungen ideal um Stress und Ärger abzubauen. Sofortige Entspannung bringt zum Beispiel die go4health Atemübung am Ende dieses Beitrags. Zudem kann es hilfreich sein, die Bewertung der Situation zu verändern und die entstandene Leerzeit im Stau nicht als Verlust, sondern als Gewinn zu betrachten. Die somit gewonnene Zeit kannst als Quality Time für sich selbst verwendet werden. Nutzen Sie die gewonnene Zeit in Bahn, Bus oder im Stau um der Gesundheit etwas Gutes zu tun – hören Sie ihre Lieblingsmusik, machen Sie eine Entspannungsübung oder einen gedanklichen Feierabendputz  am Nachhauseweg. Bieten Sie ihren pendelnden Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle an. Durch Homeoffice-Tage kann etwa die Häufigkeit des Pendelns und somit Stress reduziert werden.

Die go4health Pendler-Übung

Setzen Sie sich aufrecht hin und lehnen Sie sich zurück. Legen Sie nun die Hände auf ihr Becken und winkeln Sie ihre Ellbogen ab. Kippe Sie das Becken langsam nach vorne und wieder zurück, wie es unsere Bewegungs-Expertin Julia vorzeigt.

Die go4health Atemübung gegen Stress

Finden Sie eine bequeme Position, schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich auf den Atem. Beobachten Sie, wie er sich in ihrem Körper ausbreitet und lassen Sie ihn fließen. Fokussieren Sie ihre gesamte Aufmerksamkeit darauf. Wenn andere Gedanken aufkommen, lassen Sie diese unbewertet vorbeiziehen. Falls Sie abgelenkt werden sollten,  kehren Sie zum Atem zurück. Spüren Sie die angenehme Ruhe und Gelassenheit, die aufkommt. Verbleiben Sie in diesem angenehmen Zustand für einige Minuten. Beginnen Sie sich danach wieder langsam zu bewegen und kehren Sie in das Hier und Jetzt zurück.

 

Schlagwörter: , ,



Ganzheitliches Gesundheitsmanagement


mehr erfahren