Digitalisierung der Gesundheitsförderung

17. Mai 2016
Digitalisierung der Gesundheitsförderung

Fluch oder Segen? Das 3. Symposium-Gesundheit an der Donau-Universität Krems ging mit Einblicken in die Zukunft der Digitalisierung und den damit einhergehenden Herausforderungen zu Ende. Zahlreiche BGM-Experten nahmen an dem Symposium teil, das Themen wie Digitalisierung, Motivationsforschung und Datenschutz behandelte und mit Best-Practice Beispielen am Nachmittag Einblick in die digitale Gesundheitsförderung gab.

Vom Lifestyle zum Healthstyle

Peter Wippermann vom trendbüro schilderte den aktuellen Wertewandel in unserer Gesellschaft. „Gesundheit“ verdrängt „Freiheit“ auf den zweiten Platz im Ranking. Immer mehr Personen nutzen digitale Mess-Techniken („Quantified Self“) und Apps, um ihre Gesundheit zu überwachen und Wellness und Fitness zu verbessern – auch am Arbeitsplatz. Dieser Trend warf interessante Fragen in der Diskussion auf. Führt die digitale Selbstoptimierung nun zu zwanghafter Bevormundung oder ist sie der Weg zu Eigenverantwortung und Achtsamkeit?

Gesundheits-Apps und Motivation

Der Motivationsforscher Clemens Ley stellte die nachweisbare Wirkung von Apps und digitalen Geräten auf die Motivation der Benutzer in Frage. Das liegt daran, dass sich der Aufbau der Apps zu wenig an den Erkenntnissen der Motivationsforschung orientiert. Von den 23 Techniken, die nachhaltige Änderungen des Verhaltens unterstützen, setzen Apps meist zwischen 4 und 7 ein. Gerade bei der Individualisierung, der Berücksichtigung von objektiven und subjektiven Motiven und der Förderung von Selbstbestimmung und Autonomie ist noch viel Potential vorhanden.

„Datenschutz & digitale Gesundheitsförderung – Funktioniert das?“

Rechtsanwalt Markus Dörfler wies auf die gesetzlichen Grundlagen des Datenschutzes für personenbezogene und sensible Daten hin. Technische Lösungen sind machbar, jedoch aufwändig. Ein Problem sind komplizierte und für viele unverständliche Nutzungsbestimmungen, die kaum jemand liest.

Der go4health Dreiklang

Mag. Wolf Goja stellte den go4health Dreiklang für nachhaltige körperliche und mentale Gesundheit vor. Eine lebhafte Diskussion über die Definition des Begriffes „betriebliches Gesundheitsmanagement“ entfaltete sich und erfasste alle Beteiligten.

go4health positioniert sich ganz klar als digitale Lösung für ein „ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement“, denn go4health kooperiert mit allen Beteiligten, sei es Betriebsarzt, Betriebsrat, Arbeitssicherheit, oder die für BGM verantwortliche Abteilungen und ergänzt und unterstützt bestehende BGF-Maßnahmen.

Dass das go4health Programm „ganz nebenbei fit“ eine ideale Pausengestaltung darstellt, konnten die Teilnehmer unter der Anleitung von Julia Siart gleich selber nach der Diskussion erfahren.

Jourfit mit go4health

Anschließend erzählte Dr. Christian Kittl die Erfahrungen von evolaris mit go4health und die Anpassung für das Großraumbüro: Jourfit – die gemeinsame Bewegungspause im Team. „Für evolaris war go4health der Schuhlöffel, um ins Tun zu kommen.“

Die Podiumsdikussion nahm das Motto „Digitalisierung – Fluch oder Segen?“ noch mal unter die Lupe. Die Digitalisierung und das Internet der Dinge bringen viele Vorteile und Chancen für Gesundheit und Prävention, wobei auf guten Datenschutz geachtet werden muss.

go4health zu Gast beim Symposium Gesundheit Wolf Gojas Keynote zu go4health Podiumsdiskussion beim Symposium Gesundheit der Donauuniversität Krems go4health mit einer gesunden Jause am Symposium Gesundheit Julia Siart beim go4health Stand der Donauuni Krems

 

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