Produktivere Mitarbeiter dank BGM

20. Januar 2018
Produktivere Mitarbeiter dank BGM

Betriebliches Gesundheitsmanagement macht Unternehmen effizienter, zeigt eine neue US-Studie*: Mitarbeiter, die an betrieblichen Gesundheitsprogrammen teilnehmen, erhöhen ihre Produktivität um zehn bis elf Prozent bzw. um einen ganzen Arbeitstag im Monat. In Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht ein großer Nachholbedarf bei der betrieblichen Gesundheitsförderung – und ebenso großes Potenzial.

Für die Untersuchung „Doing Well by Making Well: The Impact of Corporate Wellness Programs on Employee Productivity“ nahmen 85 Prozent der Beschäftigten von vier Wäschereien des gleichen Unternehmens freiwillig an einem Wellnessprogramm im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement teil.

Die Probanden erhielten ein kostenloses biometrisches Screening und absolvierten einen Gesundheitscheck. Danach absolvierten sie eine gesundheitliche Weiterbildung, bei der ihnen medizinische Fachkräfte ihren Status erläuterten und Empfehlungen zur Verbesserung ihres Gesundheitszustandes an die Hand gaben. Anschließend wurden Gesundheitszustand und Produktivität über drei Jahre ausgewertet.

Das Ergebnis ist erfreulich: Gesunde Mitarbeiter steigerten ihre Produktivität um zehn Prozent, kranke Mitarbeiter, die durch das Programm eine Verbesserung erfuhren, sogar um elf Prozent. Die Produktivitätssteigerung, die etwa einem Arbeitstag im Monat entspricht, führt der Studienleiter Timothy Gubler auf eine erhöhte Motivation und Dankbarkeit gegenüber dem Arbeitgeber zurück sowie auf eine tatsächliche Verbesserung der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit.

90 Prozent der US-Firmen nützen betriebliches Gesundheitsmanagement – hierzulande gibt es großes Potenzial

In den USA sind die positiven Effekte von betrieblichen Gesundheitsprogrammen schon längst bekannt: Etwa 90 Prozent der US-Firmen nutzen betriebliches Gesundheitsmanagement mit biometrischen Gesundheits-Screenings, Ernährungsprogrammen, Fitnesskursen und Weiterbildungsseminaren zu Themen wie Raucherentwöhnung oder Work-Life-Balance.

Auch im deutschsprachigem Raum wäre der Bedarf – zumindest in der Theorie – gegeben: Laut einer bundesweiten Studie des deutschen gesetzlichen Krankenversicherungsträgers Pronova BKK muss jeder Dritte aufgrund des täglichen Arbeitspensums auf Erholungs- und Mittagspause verzichten. Nur vier von zehn Beschäftigten verlassen am Mittag den Schreibtisch und nehmen sich täglich die Zeit für eine ordentliche Pause. Außerdem haben mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer mit Verspannungen im Nacken zu kämpfen, von Rückenschmerzen oder Schmerzen in Schultern, Armen oder Händen ist sogar jeder zweite betroffen.

Die Praxis lässt aber (noch) zu wünschen übrig: Zwar haben derzeit rund zwei von drei Arbeitnehmern die Möglichkeit, gesundheitsfördernde Angebote ihres Arbeitgebers in Anspruch zu nehmen. Etwa ein Viertel der Unternehmen bietet den Mitarbeitern betriebsärztliche Gesundheitsprüfungen an. Außerdem werden bei über 20 Prozent gesunde Mahlzeiten und Augenuntersuchungen angeboten.
Doch die körperliche Fitness der Mitarbeiter unterstützen die Unternehmen hingegen vergleichsweise selten. So hat nicht einmal jeder Fünfte die Möglichkeit, an einem Betriebssportprogramm, einer Rückenschule oder Fitness-, Entspannungs- oder Yogakursen teilzunehmen. Dabei würde dies die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nacken- und Rückenproblemen und anderen Beschwerden gleich deutlich reduzieren.

Doch hier liegt großes Potenzial – denn gesundheitsfördernde Angebote stoßen laut der Studie bei den Beschäftigten auf breite Akzeptanz: Wenn Unternehmen Angebote zur Gesundheitsförderung machen, werden sie auch von 85 Prozent der Mitarbeiter genutzt.

Win-Win-Situation für den Betrieb und seine Mitarbeiter

Angesichts des steigenden Wettbewerbs und des Fachkräftemangels sowie der Zunahme von „Volkskrankheiten“ wie Rückenbeschwerden oder Herzkreislauferkrankungen und damit verbundener Krankenstände, gewinnt betriebliches Gesundheitsmanagement auch in Österreich zunehmend an Bedeutung. In einer zukunftsorientierten Unternehmensphilosophie ist betriebliches Gesundheitsmanagement heute auch bei uns ein Fixbestandteil.

Schließlich hat betriebliches Gesundheitsmanagement viele positive Effekte: Es trägt dazu bei, Fehlzeiten zu reduzieren, die Produktivität zu steigern und geschätzten Mitarbeitern Gutes zu tun. Gesunde Mitarbeiter sind eben fitter, leistungsfähiger und zufriedener und sie können durch das betriebliche Gesundheitsangebot eine besondere Loyalität und Bindung zu Ihrer Firma entwickeln.

Im besten Fall führt der Arbeitgeber durch umfassende Angebote für betriebliches Gesundheitsmanagement seine Mitarbeiter an einen gesünderen Lebensstil heran, sodass sie dadurch beruflich und privat ihre Lebensqualität steigern und sich insgesamt wohler fühlen.

go4health als All-in-Lösung für betriebliches Gesundheitsmanagement

Im go4health Dreiklang „Bewegung, Ernährung und Mentale Gesundheit“ ist so ein kompletter Lebensstil-Wandel möglich.

Mitarbeiter erhalten anhand ihrer persönlichen Angaben ein maßgeschneidertes Bewegungsprogramm, das ihr persönlicher go4health Gesundheitsmanager für sie erstellt. Die Übungen aus diesem Programm kommen direkt und als Video auf das Handy – und das zu regelmäßigen Zeiten am Tag, sodass der Mitarbeiter immer wieder sanft an seine Bewegungseinheiten erinnert wird und diese unter fachkundiger Anleitung ausführen kann. Das Handy ist schließlich immer dabei – und go4health mit ihm!

Dazu gibt es anspruchsvolle Trackingfunktionen für das Ausdauertraining sowie viele Tipps und Rezepte für eine ausgewogene Ernährung. Die Mentale Gesundheit unterstützt go4health mit vielen Entspannungsübungen, die als Audio ebenso direkt am Handy abrufbar sind. Ergänzt wird das Angebot mit dem go4health Blog, wo Inspirationen und vielen Tipps für weniger Stress und mehr Wohlbefinden zu lesen sind. Außerdem stehen laufend neue ebooks und Ratgeber zu Gesundheitsthemen zum Download bereit.

* Quelle: „Doing Well by Making Well: The Impact of Corporate Wellness Programs on Employee Productivity“, University of California, der Riverside University of California sowie der Washington University.

 

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